Wer Druckkosten senken möchte, muss nicht auf Qualität verzichten. Die größten Einsparungen entstehen durch die richtige Tonerwahl, sinnvolle Druckereinstellungen und ein paar Gewohnheiten im Alltag. Die folgenden zwölf Tipps helfen Ihnen, die Kosten pro Seite im Büro und im Homeoffice spürbar zu reduzieren.
Tipps 1–4: Der Toner macht den Unterschied
1. Toner mit hoher Reichweite wählen
Große Kartuschen kosten in der Anschaffung mehr, sind pro Seite aber fast immer günstiger. Ein Beispiel: Der HP 80X (CF280X) Original Toner Schwarz für den HP LaserJet Pro 400 M401 und MFP M425 kostet 194,75 € und reicht laut ISO-Norm für rund 6.900 Seiten, also etwa 2,8 Cent pro Seite. Die Standardkartusche HP 80A liegt bei rund 2.700 Seiten und damit bei einem höheren Seitenpreis.
2. XXL-Kartuschen bei hohem Volumen
Für Brother-Geräte wie den HL-L2865DW oder die MFC-L29xx-Serie gibt es mit dem Brother TN-2510XXL Original Toner Schwarz eine Variante mit rund 5.000 Seiten Reichweite. Wer in der Abteilung regelmäßig druckt, spart damit nicht nur Geld pro Seite, sondern auch Wechsel- und Bestellaufwand.
3. Multipacks für Farbdrucker nutzen
Bei Farblaserdruckern gehen die vier Farben selten gleichzeitig zur Neige, doch ein Set ist in der Regel günstiger als vier Einzelkäufe. Der Brother TN-243CMYK Original Toner Multipack Schwarz/Cyan/Magenta/Gelb (4er-Pack) für die Brother DCP-L3510CDW, HL-L3230CDW oder MFC-L3750CDW enthält alle vier Kartuschen mit je rund 1.000 Seiten Reichweite. Weitere Sets finden Sie in unserer Übersicht der Toner-Multipacks.
4. Original statt Experimente
Kartuschen, die vorzeitig ausfallen, Streifen erzeugen oder Trommel und Fixiereinheit verschmutzen, verursachen Folgekosten, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Original-Toner sind auf den Drucker abgestimmt und liefern eine verlässliche Reichweite.
Tipps 5–8: Druckereinstellungen optimieren
5. Duplexdruck als Standard
Beidseitiges Drucken halbiert den Papierverbrauch. Stellen Sie im Treiber Duplex als Voreinstellung ein, statt jedes Mal daran zu denken.
6. Sparmodus für interne Dokumente
Fast jeder Laserdrucker bietet einen Tonersparmodus („EconoMode“ bei HP, „Tonersparmodus“ bei Brother). Für Entwürfe, interne Notizen und Lesekopien ist die etwas hellere Ausgabe völlig ausreichend.
7. Graustufen statt Farbe
Bei Farbdruckern lässt sich Schwarz-Weiß-Druck als Standard festlegen. Farbe wird dann nur gezielt für Präsentationen oder Kundendokumente verwendet.
8. Mehrere Seiten pro Blatt
Für Handouts, Präsentationen und Leseexemplare reichen oft zwei oder vier Seiten pro Blatt. Der Treiber übernimmt die Verkleinerung automatisch.
Tipps 9–12: Gewohnheiten und Organisation
9. Vor dem Drucken prüfen
Fehldrucke sind reine Verschwendung. Die Druckvorschau zeigt leere Schlussseiten, abgeschnittene Tabellen und falsche Formate, bevor Toner und Papier verbraucht werden.
10. Toner richtig lagern
Ersatzkartuschen gehören verschlossen, liegend und bei Zimmertemperatur gelagert. Hitze, Sonne und Feuchtigkeit lassen Tonerpulver verklumpen und mindern die Reichweite.
11. „Toner leer“ nicht sofort ernst nehmen
Die Meldung erscheint meist, wenn noch eine Restmenge in der Kartusche ist. Nehmen Sie die Kartusche heraus, schwenken Sie sie vorsichtig und setzen Sie sie wieder ein; oft lassen sich so noch einige Seiten drucken, bis der Ersatz eingetroffen ist.
12. Bedarf bündeln
Wer für mehrere Drucker im Büro bestellt, sammelt den Bedarf und bestellt in einem Vorgang. Das spart Versandkosten und Verwaltungsaufwand. Welche Kartusche zu welchem Gerät passt, zeigt der Drucker-Finder.
Druckkosten pro Seite berechnen
Die einfachste Formel: Kartuschenpreis geteilt durch ISO-Reichweite ergibt die Tonerkosten pro Seite. Dazu kommen Papierkosten und bei separaten Trommeln der anteilige Trommelpreis.
| Toner | Preis | Reichweite (ISO) | Tonerkosten pro Seite |
|---|---|---|---|
| HP 80X (CF280X) | 194,75 € | ca. 6.900 Seiten | ca. 2,8 Cent |
| Brother TN-2510XXL | 129,20 € | ca. 5.000 Seiten | ca. 2,6 Cent |
| Brother TN-243CMYK (4er-Pack) | 186,20 € | ca. 1.000 Seiten je Farbe | abhängig vom Farbanteil |
Die ISO-Reichweite basiert auf einer Deckung von etwa fünf Prozent. Bei Grafiken und Fotos liegt der tatsächliche Verbrauch höher, die Rechnung dient daher als Vergleichsbasis zwischen Kartuschen und nicht als exakte Vorhersage.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein XL-Toner auch für Wenigdrucker?
Nicht unbedingt. Wer nur wenige Seiten im Monat druckt, bindet mit einer großen Kartusche unnötig Kapital und riskiert, dass der Toner über Jahre nicht aufgebraucht wird. Ab regelmäßigem Druck von einigen hundert Seiten im Monat rechnet sich die höhere Reichweite in der Regel.
Spart der Tonersparmodus wirklich Toner?
Ja, der Drucker trägt dabei weniger Toner auf, der Ausdruck wirkt etwas heller. Wie viel Sie sparen, hängt vom Modell und vom Dokument ab; für interne Dokumente ist der Modus fast immer sinnvoll.
Ist Farbdruck immer teurer als Schwarz-Weiß?
In der Regel ja, weil für farbige Seiten mehrere Kartuschen gleichzeitig verbraucht werden. Mit Graustufen als Standardeinstellung und Farbdruck nur bei Bedarf behalten Sie die Kosten im Griff.